Yara Linss

Gesang, Komposition

 

Seit sie 2007 spontan als Vertretung der erkrankten Portugiesin Maria João einsprang und vom Publikum groß gefeiert wurde, gehört Yara Linss zu den Entdeckungen der Brasil- und Jazz-Szene in der Metropolregion. Die Musik der in São Paulo geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Sängerin kann als moderner, brasilianisch geprägter Vocal Jazz bezeichnet werden. Sie interpretiert Stücke aus Ihrer Heimat Brasilien sowie eigene Kompositionen.

Ausgetretene Pfade hat sie schon sehr früh in Ihrer Karriere verlassen, um genreübergreifend neue klangliche und musikalische Wege zu beschreiten, ohne Ihre Affinität zu Brasilien zu verbergen. Sie ist eine Musikerin mit einem ganz eigenständigen künstlerischen Profil, das sich vor allem durch seelenvolle experimentierfreudige Eigenkompositionen und einer mitreisenden Bühnenperformance auszeichnet.

Studium

Yara Linss studierte Jazzgesang zunächst in Maastricht und anschließend an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Dort schloss sie 2010 ihr Studium mit der Meisterklasse ab.

Über Ihre Musik sagt sie:

„Was mich reizt ist die klare Schönheit einer Melodie, die Unberechenbarkeit einer Improvisation - die Freiheit den Augenblick so zu fassen wie er nie wieder sein wird.„ 

Alben

Ihr Debutalbum erschien 2007, gefolgt vom Album „Poems“ 2011, das sie mit dem Pianisten Peter Fulda produzierte. Hier ist ihre Vorliebe für musikalische Gedichtinterpretationen zu hören. Lyrik so unterschiedlicher Autoren wie Else Lasker-Schüler, James Joyce, Heinrich Heine, Kurt Schwitters und Emily Dickinson wurden von ihr vertont und mit Peter Fulda arrangiert und klangkongenial dargebracht. 

Mit ihrem 2015 erschienenen Album „Samambaia“ kehrte Yara Linss ganz zu ihren brasilianischen Wurzeln zurück und kreierte eine ebenso federleichte wie poetische und kunstvolle Version brasilianischer Musik, die genauso aus der reichen Tradition von Choro, Bossa Nova und Samba schöpft, wie aus dem zeitgenössischen Jazz. 

"Samambaia" ist ein durch und durch brasilianisches Album, aber intensiver, nachhaltiger als so manches Album aus der aktuellen brasilianischen Szene." Jazzpodium

Preise und Auszeichnungen 

Ihr musikalisches Talent heimsten der in Franken ansässigen Musikerin schon diverse Preise ein:

2008 wurde sie mit einem Künstlerstipendium der Stadt Nürnberg ausgezeichnet, im Jahr darauf gewann sie den 1. Preis beim bayernweiten „Creole“ Weltmusik-Casting und erhielt den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb des Bruno-Rother-Gedächtnis-Fonds des Rotary Club Nürnberg-Fürth.

Im April 2016 wurde sie zur Künstlerin des Monats der Metropolregion gekürt und 2018 erhielt sie einen Förderpreis des Bezirk Mittelfranken.

Sie gehört zu den Initiatoren des im Herbst 2010 gegründeten Vereins "MetropolMusik", zur Förderung des musikalischen Potentials der Metropolregion Nürnberg. Hier ist sie in verschiedensten Formationen als Sängerin sowie als Komponistin vertreten.  

Komponistin und genreübergreifende Performerin

Durch zahlreiche Auftritte besitzt sie vor allem in der Metropolregion Nürnberg einen hohen Bekanntheitsgrad und ist als Komponistin sowie genreübergergreifende Performerin gefragt:

2011 komponierte sie im Auftrag des Krakauer Haus zu Ehren von Wisława Szymborska, der Nobelpreisträgerin für Literatur aus Krakau.

2012 war sie als Prinzessin Wassilissa in der Kammeroper „Der starke Wanja“ im Fürther Stadttheater zu sehen.

2015 ehrte sie den amerikanischen Dichter Robert Lax mit Auftragskompositionen und 2016 war sie Teil der Produktion „Tonträger“ der Nürnberger Tänzerin und Choreographin Barbara Bess.

Ihre lebendige Live Performance ist fesselnd und vielseitig. Durch Ihre großartige Bühnenpräsenz und rege Kommunikation mit dem Publikum wird der Zuhörer mitgenommen auf eine Reise durch verschiedenste Stimmwelten. Sie ist längst kein Geheimtipp mehr. 

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